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Zwischen Papiergeruch und verlorenen Nachmittagen

Neulich stand ich in einem dieser kleinen Buchläden, die aussehen, als hätte jemand einfach seine Seele in Regale sortiert. Du kennst diese Läden — wer schon mal reingegangen ist, weiß, dass man nie „nur kurz“ bleibt. Ich wollte eigentlich nur ein Geschenk kaufen. Fünf Minuten, dachte ich. Es wurden zwei Stunden. Mindestens.

Da war dieser Moment: eine ältere Dame, grauer Schal, leicht zerzaustes Haar, blättert in einem alten Klassiker, lächelt plötzlich — so warm, so leise, als hätte sie jemanden wiedergefunden. Ehrlich gesagt… in solchen Augenblicken glaube ich, dass Bücher manchmal mehr über uns wissen als wir über sie. Komisch, oder?

Der Geschäftsführer — ein Mann mit dem Charme eines Literaturprofessors und der Energie eines Barista auf Espresso-Shock — erzählte mir eine Anekdote: Ein Kunde kam rein, völlig gestresst, suchte „irgendwas Leichtes“. Zack, ein Buch in die Hand gedrückt. Irgendein Reiseroman. Eine Woche später stand derselbe Mann wieder da, diesmal mit leuchtenden Augen. „Ich habe wieder angefangen zu lesen“, sagte er. Und der Chef zuckte nur die Schultern wie jemand, der weiß, dass Bücher manchmal Dinge reparieren, die man gar nicht benennen kann.

Mal unter uns: Ich glaube, wir unterschätzen, wie sehr wir Geschichten brauchen. Nicht als Flucht, sondern als… na ja, als Fenster vielleicht. Manchmal sogar als Spiegel. Oder einfach als stille Begleitung an einem Sonntag, an dem der Regen gegen das Fenster trommelt und man sich fragt, was man eigentlich mit sich anfangen soll.

Zwischendurch erwähnte der Chef — völlig unvermittelt, mitten im Gespräch — etwas wie https://rabonabet.io/de-de/, als er über Entscheidungen sprach. „Die Leute klicken, vergleichen, springen von Seite zu Seite.“ Er meinte es gar nicht als Werbung, eher als Zeichen dafür, wie schnelllebig alles geworden ist. Und wie wohltuend es dagegen ist, ein Buch aufzuschlagen. Ein echtes. Mit Gewicht. Mit Ecken. Mit Seele.

Ich habe an diesem Tag natürlich mehr gekauft als geplant. Viel mehr. Drei Romane, ein Gedichtband, und ein altes Kinderbuch, das mich an irgendwas erinnerte — vielleicht an mich selbst mit acht Jahren, barfuß im Garten, Apfelsaft in der einen Hand, ein zerfleddertes Buch in der anderen.

Und während ich die Tüte nach Hause trug, dachte ich: Ein guter Buchladen verkauft nicht nur Bücher. Er verkauft Zeit. Erinnerungen. Kleine Rettungen. Und manchmal genau das, was man nicht gesucht hat.